Klappentext:
Als Isaac der überirdisch schönen Roxy begegnet, zieht sie ihn sofort in ihren Bann. Er fühlt sich lebendig wie nie, alles ist leicht und nichts scheint unmöglich. Was Isaac nicht ahnt: Roxy ist kein normales Mädchen... sondern eine Droge - hergestellt in einem labor, machthungrig und auf der Suche nach ihrem ersten echten Opfer. Sie will endlich beweisen, wie tödlich sie ist. Doch Roxy hat nicht damit gerechnet, dass sie selbst ihr Herz an Isaac verliert...
Während ich das Buch gelesen habe, habe ich nicht noch mal auf den Klappentext geschaut. Gerade eben erst ist mir aufgefallen, dass der Klappentext nicht wirklich das Buch wieder spielt. Ja, es geht um Isaac und Roxy und ja, Roxy ist eine Droge die sich ihn nicht verliebt. Alles andere? entspricht nicht wirklich dem Inhalt. Um es kurz zusammen zu fassen: Roxy steht für das Schmerzmittel Oxitocin, welches stark abhängig machen kann und daher häufig als Droge missbraucht wird. Also in anderen Worten: sie wartet nicht auf ihr erstes echtes Opfer. Sie ist eine manipulative Serienmörderin die ihre Opfer verführt und sie in ihren Ruin treibt.
Die Story ist auf eine so kreative Art und Weise geschrieben, dass die Grenzen zwischen Realität und Fiktion miteinander verschmelzen. Menschen und Drogen werden in zwei verschiedene Welten geteilt. In der Welt der Menschen existieren die Drogen nur in ihrer materiellen Form wie wir sie kennen. In der Welt der Drogen, nehmen diese Menschliche Gestalt und Verhaltensweisen an; sie sind wie ein Spiegel der realen Menschenwelt, mit Konkurrenz, Freundschaft, Hierarchie und eigenen Gedanken und Emotionen. Die Grenze zwischen den beiden Welten verschwimmt, wenn sich die Menschen den Drogen zuwenden. Die schleichende Sucht und das Verlangen wird durch die Verführung der Drogen dargestellt, wie diese sich in die Gedanken und Emotionen einschleichen.
Das Buch bringt einem auf einer menschlichen Ebene die Problematik und Wirkung von Drogen näher und behandelt den Werdegang vom ersten Konsum bis hin zum Tod durch Überdosis und wie diese Situation von verschiedenen Seiten und Perspektiven erscheint. So haben wir die Familie, die nichts ahnt und nur eine schwierige Phase und Krankheit sieht. Wir haben Isaac, der sich vermeintlich in Roxy verliebt und in jeder Sekunde mit ihr so glücklich ist wie nie zu vor und nicht merkt wie er sich selber Stück für Stück zerstört. Wir haben Roxy's Seite, wie sie von einer Kaltblütigen Killerin zu einem emphatischen Wesen wird, in dem sie durch Isaac immer mehr erkennt, wozu sie eigentlich geschaffen worden ist. Und natürlich die Wahrnehmung seiner Freunde.
Ich habe das Buch verschlungen. Auch wenn die Storyline nicht viel Raum für Spekulation und Plot-Twists zugelassen hat, hab ich mich nicht gelangweilt, da man trotzdem mitfiebert und in den Prozess hinein gezogen wird. Die Erkenntnis, wie schnell und wie leicht eine Abhängigkeit anfängt und die Kontrolle über das eigenen leben übernehmen kann hat mir definitiv Respekt eingeflösst!
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall jedem Empfehlen, die Shustermans haben mich wie immer nicht enttäuscht! Der einzige Grund, warum ich dem Buch keine glatte 5/5 gebe ist, dass ich die Plot-Twists und Spannungswendungen zwar nicht vermisst habe, hätte ich trotzdem nicht nein gesagt.
4,5/5
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