Notiz Nr52: Das Reich der Schatten - Her Wish So Dark von Jennifer Bankau

Klappentext:
Hüte dich vor dem dunklen Lord! Wie alle Bewohner des Fürstentums Nemija kennt Lair dieses ungeschriebene Gesetz. Denn seit jeher wird ihre Heimat vom grausamen Lord der Schatten heimgesucht, der Menschen in sein verfluchtes Reich entführt. Als Laires Verlobter ihm zum Opfer fällt, bleibt ihr keine Wahl: Sie muss vor dem Thron des Lords um Gnade bitten. Doch in seinem Reich herrscht eine wilde, ungezähmte Magie, die selbst die dunkelsten Wünsche erfüllt - mit tödlichen folgen. Will Laire überleben, braucht sie ausgerechnet die Hilfe des einen Menschen, den sie nie wieder sehen wollte: Alaric, der ihr Herz in tausend Stücke gerissen hat...


Nun denn, eine neue Reihe, neues Glück? Das war jedenfalls die Frage die ich mir zu beginn stellen musste, denn diese Reihe habe ich schon seit einiger Zeit vor mir her geschoben. Und auch nachdem ich endlich den Mut zusammengerafft hatte dieses Buch aufzuschlagen, wurde ich direkt mit Hürden begrüßt. Der Schreibstiel war mir fremd, zu viele Namen auf einmal, die Geschichte schien mitten im Geschehen zu beginnen. Kurz: ich habe mich wie in einem wilden Strudel gefühlt mit keinerlei Anhaltspunkte zum Festhalten. Letzten Endes wurde ich dennoch von diesem dicken Schinken in den Bann gezogen.

Wenn wir ehrlich sind ist die Idee, der Aufbau und auch die Tropes nichts Neues. Aber wie sagt man so schön? Auf alten Pferden lernt man reiten. Nur weil die Idee nicht originell ist, heißt das nicht, dass das Buch nicht trotzdem gut sein kann. Es heißt lediglich, dass es sich umso mehr anstrengen und beweisen muss. und glücklicherweise hat dieses Buch sich das zu Herzen genommen. Ist es dadurch grandios? nein. War es das dennoch durchaus die Zeit wert? Ich würde sagen ja. 
Tatsächlich hat es mich, in Kombination mit der vorangegangenen Reihe die ebenfalls im Reich der Schatten spielt, entfernt an die Bücher von Sarah J. Maas erinnert. Das Worldbuilding, der Aufbau der Charaktere, die Motive....

Es gab einige schöne Momente und auch angenehme Plot-Twists (wenn gleich auch der von mir erwartete Twist nie eingetreten ist). Alle Figuren hatten gleichermaßen ihre Momente zum Glänzen, aber auch um ihre Fehler zuzugeben, wodurch es eine gleichmäßige Entwicklung gab; ich kann nicht behaupten das von vielen Büchern sagen zu können. Sehr ans Herz gewachsen ist mir hierbei vor allem Kae, vielleicht werdet ihr verstehen warum...

Dies ist einer der seltenen Situationen, wo ich mit Gewissheit sagen kann, dass das Buch keine 5/5 ist, ich aber auch nicht sagen könnte was gefehlt hat. Es ist eher ein  Bauchgefühl welches mir sagt, dass es noch nicht die hundert war.

4/5 

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