Klappentext:
Nach Amarillos Verschwinden lastet das Gewicht der Verantwortung schwer auf Eastons Schultern. Verzweifelt sucht er Zuflucht in den Armen der Dunkelheit - ein gefährliches Spiel mit den Drogen, das ihn unaufhaltsam in sein persönliches Labyrinth aus Schatten treibt. In diesem Dunkel scheint nur Oakley ein Lichtstrahl der Hoffnung zu sein, doch Easton fürchtet, auch sie könnte von seinen Dämonen verschlungen werden. Als er auf ein Geheimnis seines Vaters stößt, muss er sich entscheiden: sein Erbe oder die Liebe.
Ganz klar und ohne große Umschweife, wie mein Chat GPT jetzt sagen würde: Ich fand den zweiten Band besser als den ersten, was ganz und allein den Charakteren geschuldet ist. Die Story an sich ist bedeutend weniger ereignisreich als im ersten Band, was aber nicht zwingend bedeutet, dass sie dadurch langweilig war. Während im ersten Band unfassbar viel passiert ist, die Story sich immer weiter zugespitzt hatte und am Ende ein großer dramatischer Showdown das ganze zusammenfasste, ereignen sich im zweiten Band nur eine Handvoll Situationen. Dafür sind diese aber sorgfältig ausgeführt und wirken nicht ganz so überstürzt. Die Geschichte hatte einen geschickteren Realitätsbezug ohne an Spannung zu verlieren. Mein Persönlicher Favorit dabei ist, dass die Geschichte zwar in der Gegenwart spielt, man aber Kapitelweise Flashbacks aus der Vergangenheit bekommen hat, quasi Erinnerungen, die das Geschehen der Gegenwart unterstreichen und den Mehrwert hinter vielen Handlungen betonen.
Auch die Charaktere selber sind mir deutlich sympathischer, allem voran Easton. Bei Amarillo hatte ich lange Zeit Schwierigkeiten ihn zu akzeptieren, bei Easton hat es sehr schnell geklickt. Sein Verhalten war respektvoll, seine eher düster angelehnten Handlungen und Gedanken wurden nicht romantisiert, wodurch es einfacher war sich in ihn hinein zu empfinden. Man muss nur gelegentlich seinen Hang zum Kitsch ignorieren...
Besonders spürbar war die Verbesserung der Gestaltung der Geschichte am Ende, wo der große Showdown seinen Auftritt hatte. Wie ich in meinem letzten Eintrag geschrieben hatte, wirkte der erste Band auf mich wie ein hastiger Mafia Roman für Jugendliche. Der zweite Teil hat diese Flüchtigkeit wieder gut gemacht. Auch wenn der Showdown gar nicht so beeindruckend war, hielt er dennoch ein schweres Gewicht. Das Ende war bedeutend realistischer und bedachter und gab dem Buch eine schon eher erwachsene Note.
4/5
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