Klappentext:
Lara Mars zog es zunächst den Boden unter den Füßen weg, als diese die Diagnose nach der Geburt ihrer Tochter Tilda überraschend kam. Damals ahnte sie noch nicht, wie sehr sich ihr Leben mit diesem Satz verändern würde: Es wurde wunderbar anders als gedacht. Lara liebt das Leben mit ihrer Tochter und unterstützt heute mit ihren Projekt "Von Mutter zu Mutter" andere Mütter von Kindern mit einer Behinderung. In diesem Buch erzählt sie offen und ehrlich von dem nicht immer einfachen Weg, auf dem sie ihr Lebensglück und ihre Berufung gefunden hat.
Lara will Eltern Mut machen, ihren persönlichen Weg zu finden. Indem sie zudem andere betroffene Eltern und Fachleute zu Wort kommen lässt. gibt sie ihnen einen wertvollen Begleiter für ein inklusives Leben an die Hand.
Wie der Klappentext schon aussagt, geht es in diesem Buch um eine Mutter, die aus dem Nichts mit der Diagnose Trisomie 21 (Downsyndrom) konfrontiert wird. In dem Buch erzählt sie Anekdoten aus ihrem Leben, in der Zusammenarbeit mit Freunden und Therapeuten/ Ärzten/ Betreuern, die von ihrer eigenen Perspektive und Erfahrung mit T21 Kindern erzählen.
Ich bin beeindruckt von all den Dingen die die Autorin Lara Mars erreicht hat, so wohl für ihre eigene Familie, als auch für die Gesellschaft und andere betroffene Familien. Allerdings komme ich nicht umhin zu erkennen, dass es in dem Buch weniger um ihre Tochter oder das Downsyndrom geht, sondern mehr darum wie sie selber an den Umständen gewachsen ist. Das ist auch völlig in Ordnung, es ist nur ein wichtiges Detail welches man beachten sollte, wenn man sich eigentlich über Downsyndrom belesen möchte. Die Sequenzen in denen man tatsächlich wissen oder Erfahrungswerte vermittelt bekommt sind a, sehr kurz und b, verhältnismäßig sparsam übers Buch verteilt.
Ich muss sagen, dass ich ein zwei sehr persönliche Kritikpunkte habe, die haben ihren Ursprung aber in meinem eigenen Gemüt und mögen würde andere keine großartig weitere Rolle spielen. So spiegelt ihre Schreibweise und Wortwahl häufig eine Starke Ablehnung bis schon Verurteilung gegenüber Abtreibung wieder. In den letzten Kapiteln äußert sie sich dazu, dass ihr eine derartige Äußerung vorgeworfen wurde und sie seit dem versuche, ihre Meinung liberaler zu äußern, da sie, nach eigener Aussage, kein Gegner dieses Themas sei. Das Buch spiegelt jedoch teilweise anderes wieder.
Alles in allem eine gute Lektüre, die sich unfassbar schnell und leicht durchlesen lässt. Es ist ein sehr gutes Buch, wenn man noch keine Berührungspunkte mit dem Thema hatte und sich erstmals damit beschäftigen möchte. Denn allem voran zielt das Buch darauf ab, ein positives und bestärkendes Bild von Trisomi21 zu kreieren.
3/5
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