Notiz Nr. 58: Kissed von Jennifer L. Armentrout

Klappentext:

Das Leben von Brighton Jussier ist alles andere als aufregend: die junge Frau arbeitet im Büro des Ordens, einer Geheimorganisation, die seit Jahrhunderten die Menschen vor den Wesen aus der Anderwelt beschützt. Dann wird Brighton eines Abends von einer Gruppe Fae überfallen, und von diesem Moment an ist alles anders. Von nun an geht Brighton Nacht für Nacht auf die Jagd nach den Tätern. Ihr einziger Verbündeter dabei ist Caden, der atemberaubend schöne Prinz des Sommerhofes. Caden lässt Brightons Herz höher schlagen, als ihr lieb ist, doch kann sie ihm auch vertrauen? Schließlich hat Caden einst versucht, die Welt der Menschen zu zerstören..

Kissed ist das Sequel zu Ivy's und Ren's Erlebnissen, nachdem sie erfolgreich die Winterkönigin zurück in die Anderwelt schicken konnten. Wir haben Brighton bereits in den ersten drei Büchern kennen lernen dürfen, aber immer nur als "die arme Tochter, die sich um ihre verrückte Mutter kümmern muss und deswegen nicht richtig zum Orden gehören kann". Langer Satz, ich weiß. Aber das legt exakt die Grundlage, auf der das Sequel mit Brighton als Protagonistin basiert. Die Tatsache, dass sie ein Geist ist und von allen Unterschätzt und nicht ernst genommen wird, spielt auf einer psychologischen und emotionalen Ebene eine große Rolle und spiegelt damit eine Gefühlslage, die viele Menschen nachvollziehen können. 

Auch die Dynamik zwischen ihr und Caden gefällt mir fast ein bisschen besser als bei Ivy und Ren. Die Balance aus Lust, körperlicher Anziehung, Emotionaler Tiefe und zwischenmenschlicher Nähe ist in meinen Augen deutlich vielfältiger und  bis zu einem gewissen Grad auch reifer zwischen den beiden. 
Das einzige was mich nicht so ganz begeistert, ist der Pregnancy Twist am Ende des Buches. Das ist rein meine persönliche Abneigung gegenüber dieser Art von Trope, aber auch von der Relevanz her sehe ich noch nicht, welchen produktiven Effekt das haben soll. Es kreiert lediglich zusätzliches Drama und Schwierigkeiten, die ohne die Schwangerschaft schon gewaltig genug gewesen wären.

4,5/5

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